Pecan Pie

Pecan Pie

Als Mrs. Backeifer (so nennt mein Mann mein backendes Alter Ego) lasse ich selbstverständlich keine Gelegenheit aus, bei der ich Kuchen mitbringen kann. Lade mich ein und es gibt Torte (oder Ähnliches). Bisher hat sich auch nie jemand über die von mir mitgebrachten Zuckerspenden beschwert.

Das meiste Lob aller Zeiten habe ich bisher für diesen Pecan Pie erhalten. Der ist eine ganz große Nummer für alle Süßschnäbel. Also an alle, die mich nach dem Rezept gefragt haben: Hier kommt es endlich!

Eigentlich ist alles ganz einfach. Man nehme einen super buttrigen Pie Boden und fülle diesen vorgebackenen Boden mit besten Pecannüssen und einem Haufen Süß. Die zuckrigen Bestandteile führe ich jetzt nicht detailliert aus, das macht nur den Zauber dieses Pies kaputt. Wer sich für die genauen Ingredienzen interessiert, der lese bitte im Rezept weiter unten nach.

Der einzige Wehrmutstropfen an dieser Backsache ist, dass man Pecannüsse in deutschen Supermärkten nur selten antrifft. Und wenn man sie dann aufgespürt hat, sind sie ziemlich pricey. Ich bin bei Real fündig geworden. Man kann die Pecans aber auch ohne weiteres durch Walnüssen ersetzten.

Pecan Pie 2

Zutaten (für eine Pieform mit einem Durchmesser von 22 cm; du kannst auch eine Spring- oder Tarteform mit 20 cm verwenden): Continue reading

Marmorkuchen *supersaftig*

Marmorkuchen

 

Bei uns geht die Erkältungsseuche um. Nachdem ein Großteil unseres Umfeldes aufgrund von Schniefnasen temporär KO war, erwischte es meinen Mann. Da begann ich meine Stirn zu runzeln. Erster Seuchenfall in der direkten Familie – das macht doch jetzt sicherlich die Runde.

Nachdem er wieder gesund war, ich meinen Dienst als amateurhafte Krankenschwester eingestellt hatte und bevor es mich selbst erwischte, habe ich noch schnell gebacken. Einen ganz einfachen, ganz bekannten, ja fast schon einen gewöhnlichen Marmorkuchen. Aber mit einem modernen Twist. Der Teig wird mit Joghurt zubereitet und macht den staubtrockenen Klassiker zu einem saftigen Evergreen. Das Rezept dafür habe ich bei moey’s kitchen abgestaubt und kaum verändert.

Inzwischen ist bei uns zu Hause wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Sprich: bald hat JEDES Familienmitglied die Erkältungswelle mitgemacht und auch fast überstanden. Ich bin also optimistisch, dass ich hier in den nächsten Wochen mal den Frühling einläuten und mich auf Ostern vorbereiten kann. Also: Daumen drücken, dass es hier keine Rückfälle gibt.

Zutaten (für eine große Guglhupfform):

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Cakepops *zum Valentinstag*

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Leute, der Valentinstag naht! Es ist deshalb Zeit für Cakepops. Auch wenn ihr der Meinung seid, dass der Valentinstag eine Erfindung der Pralinen- und Blumenindustrie ist, eure Liebsten freuen sich sicherlich über eine Ladung selbst gemachter und liebevoll mit Zuckerperlen verzierter Cakepops.

Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von www.meincupcake.de entstanden. Der Betreiber des Online-Shops hat mir eine kleine Auswahl an Zuckerperlen und anderem Streudekor zur Verzierung meiner Cakepops bereitgestellt.

Es benötigt auch wirklich nicht viel Ausrüstung, um diese Cakepops herzustellen. Wie auf dem unteren Foto abgebildet, muss man einen Cakepop nicht unbedingt auf einem Lollistiel aufspießen. Man kann auch kleine “Pralinen” daraus machen und diese in Minimuffinförmchen präsentieren.

Dann drücke ich euch mal die Daumen, dass ihr am Valentinstag eine schöne Aufmerksamkeit bekommt.

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Zutaten (für ca. 50 Stück):

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Pancakes *orangig, schokoladig, saftig*

 

Orangenpancakes

Eigentlich sollte das hier mein Neujahrsartikel werden. Zugegebenermaßen ist es dafür am  3. Februar reichlich spät. Das Jahr 2015 ist bereits zu einem Zwölftel vorbei und überhaupt nicht mehr neu.

Dafür habe ich allerdings auch eine hervorragende Ausrede. Am Nikolaustag des gerade vergangenen Jahres ist nämlich eine kleine Mitbewohnerin im Hause Backeifer eingezogen. Im folgenden seht ihr ein Beweisfoto (die Kleine zwei Tage nach der Geburt).

Lara

Wie bei wahrscheinlich vielen frisch gebackenen Eltern, hat die Kleine uns bereits absolut im Griff. Da muss das Kuchenbacken auch mal unterbrochen werden. Jetzt, nach einigen Wochen der Eingewöhnung, habe ich die Produktion für meine Blogartikel wieder aufgenommen. Und zur Feier des Tages (erster Blogartikel in 2015) habe ich extra fruchtige, super fluffige Pancakes mit Schokostückchen für euch gemacht.

Die Pancakes sind schnell zusammengerührt und machen das gewöhnliche Frühstück zu etwas ganz Besonderem. Die Orangennote kommt hervorragend durch und dank einer ordentlichen Portion Ricotta im Teig, sind die Pancakes ganz leicht und saftig.

Geschmacklich erinnern sie mich an Jaffa Cakes. Kennt ihr die Dinger? Ein weicher Keks mit so einer glibberigen Lage Orangengelee und mit Schokolade überzogen? So ungefähr schmecken diese Pancakes – nur besser und überhaupt nicht künstlich.

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Zutaten (für ca. 8 Pancakes):

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Walnusskugeln

Walnusskuglen

Jetzt muss ich mich aber beeilen! Weihnachten steht quasi vor der Tür und ich sitze hier immer noch auf einem Plätzchenrezept, das ich schon längst veröffentlichen wollte. Ich war allerdings sehr damit beschäftigt Plätzchen zu essen – darunter natürlich meine eigenen Kreationen, aber auch tonnenweise Plätzchen, die wir in den letzten Tagen geschenkt bekommen haben.

Es ist also durchaus gut, dass das Weihnachtsfest morgen beginnt und dann in drei Tagen auch vorbei ist. Vielmehr Lebkuchen, Spekulatius und Mürbeteigplätzchen kann ich nicht mehr zu mir nehmen. Das könnte natürlich damit zusammenhängen, dass ich Anfang Oktober bereits schwach werde, wenn im Supermarkt das erste Weihnachtsgebäck verkauft wird (ja, ja, ich weiß, es ist eine schlechte Angewohnheit bereits so früh im Jahr die Industrielebkuchen zu futtern. Ich gelobe Besserung – vielleicht im nächsten Jahr).

Für die unter euch, die noch nicht kurz vor dem Weihnachtsplätzchenkoma stehen habe ich hier noch ein wunderbar nussiges Rezept: Walnusskugeln. Auch hier ist Geduld wieder der Schlüssel zum Erfolg. Solltet ihr gerade damit beginnen die Weihnachtsgans schon mal in den Ofen zu schieben, das Dessert für morgen vorzubereiten und nebenbei noch diese Plätzchen backen zu wollen, dann würde ich euch wärmstens davon abraten. Tut euch den Stress nicht an.

Falls ihr aber zu den organisierten Menschen gehört, die noch gut im Zeitplan sind, alle Geschenke gekauft und eingepackt haben und andere für euch kochen lasst, dann schlage ich vor: stellt schon einmal die Butter kalt und backt diese tollen Nussplätzchen, die durch die simple Schokoverzierung zu kleinen, individuellen Kunstwerken werden.

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Zutaten (für ca. 50 Plätzchen): 

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Ingwersterne

Ingwersterne

Leute, es geht in die heiße Phase. Beim Schokoladenadventskalender stehen schon einige Türchen offen und in der Innenstadt kann man sich ohne ausgeprägte Selbstverteidigungsfähigkeit nicht mehr im Gedränge sehen lassen. Nicht sehr besinnlich, wenn ihr mich fragt.

Noch habt ihr Zeit, eure Weihnachtserledigungen online zu besorgen. Computer an, große Tasse Tee daneben und einen mit erlesenen Plätzchenspezialitäten bestückten Teller dazu. Nun kann die Geschenkejagd beginnen.

Ich empfehle mit Marzipan gefüllte Ingwersterne um die weihnachtliche Gelassenheit wieder herzustellen. Knuspriger Mürbeteig wird durch etwas frischen und einiges an kandiertem Ingwer wunderbar würzig aromatisiert. Und sorgfältig mit Zuckerguss verziert machen die Plätzchen auch noch richtig was her, oder?

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Zutaten (für ca. 35 gefüllte Plätzchen):

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Mürbeteig *Tipps, die das Leben leichter machen*

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Ich bin ein großer Fan von Mürbeteig. Besonders jetzt zur Weihnachtszeit lassen sich damit ganz entzückende Plätzchen zubereiten. Ein anschauliches Beispiel sind meine (gebackenen) Engelsaugen und weitere Beispiele folgen in den nächsten Tagen.

Mürbeteig kennzeichnet sich durch einen sehr hohen Fettanteil. Der hohe Fettanteil macht den Teig herrlich krümelig, so dass er im Mund einfach zerfällt – es macht ihn also mürbe. Das Fett, das diesen Teig so toll macht, hat aber auch seine Tücken. Insbesondere Butter schmilzt bei jeder Berührung und kann diesen Teig bei der Verarbeitung zu einem wahren Gegner machen.

Viele Wege führen nach Rom

Mürbteig

Es gibt viele verschiedene Versionen des Mürbeteigs und auch ganz unterschiedliche Herstellungsarten. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten: die Zutaten eines Grundteigs sind Zucker, Fett, Mehl und etwas Flüssigkeit.

Der Fettanteil und der Zuckeranteil variieren oft, als Flüssigkeit kommt Ei, etwas Buttermilch oder Wasser zum Einsatz. Meistens wird das Fett in kaltem Zustand verarbeitet, aber es gibt auch Rezepte, bei denen die Zutaten bei Zimmertemperatur verarbeitet werden.

Ich selbst verwende meistens den 1-2-3 Teig aus diesem Rezept oder dieses Rezept für Pâte Brisée mit nur wenig Zucker. Der 1-2-3 Teig hat sich bei mir für Kleingebäck bewährt. Die Pâte Brisée verwende ich für Tartes und Pies.

Bei der Verarbeitung habe ich in den letzten Jahren viel ausprobiert und die folgenden fünf Punkte haben sich bewährt. Falls ihr noch einen Trick im Ärmel habt, lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

 1. Kalte, kalte Butter

In meinen Mürbeteig kommt als Fett ausschließlich Butter rein. Geschmacklich ist das für mich das Non plus ultra (und das gilt sicherlich nicht nur für Mürbteig). Und ich verarbeite die Butter und die übrigen Zutaten kalt. Okay, ich stelle jetzt nicht noch extra mein Mehl in den Kühlschrank, aber Butter und die verwendete Flüssigkeit (z.B. Ei oder Wasser) sollten direkt aus dem Kühlschrank kommen.

Durch die kalte Butter wird der Teig nach dem Backen so richtig schön knusprig und zerfällt im Mund in tausende winzig kleine Krümel.

2. Der Blitzhacker ist mein bester Freund

Mürbteig-2Der Blitzhacker nimmt einem bei der Herstellung des Teigs echt einiges an Arbeit ab und man muss sich die Hände kaum schmutzig machen.

Mehl und die kalte, in kleine Würfel geschnittene Butter in den Blitzhacker, drei, vier Mal pulsieren und schon hat man tolle, feine Mehl-Butter-Krümel.

Mürbteig-3Diese schön gleichmäßige Verteilung der Butter im Mehl ist genau das, was wir wollen. Denn Butter besteht aus Milchfett und Wasser. Das Wasser ist im Fett eingeschlossen. Bei den hohen Temperaturen im Backofen verdampft das Wasser in der Butter und führt zu der mürben, fast schon blättrigen Konsistenz des Teigs.

3. Mürbeteig mag es kühl und entspannt sich gerne

Mürbteig-6Im Blitzhacker und beim kurzen Zusammenkneten wird der Teig warm und sehr weich. Der Teig sitzt gerne mindestens eine Stunde im Kühlschrank und entspannt. Dabei wird die Butter wieder schön fest und die Feuchtigkeit verteilt sich schön gleichmäßig im Teig.

Ich mache es sogar meistens so, dass ich den Teig am Vortag zubereite und über Nacht im Kühlschrank ruhen lasse. Man muss nur daran denken, den Teig rechtzeitig vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank zu nehmen, da er sonst steinhart ist. Bitte nicht auf die Idee kommen, den Teig im Backofen oder der Mikrowelle weich zu machen – danach habt ihr nur noch Matsch.

4. Teig zwischen Mehl und Frischhaltefolie ausrollen

Mürbteig-7Wenn es ans ausrollen geht, zeigt der Mürbteig sein wahres Gesicht. Er kann manchmal echt zickig sein!

Beim Ausrollen sollte der Teig kalt, aber nicht mehr zu hart sein (wenn ihr ihn mit dem Daumen eindrückt, sollte er nachgeben). Bemehlt eure Arbeitsfläche und legt den Teig darauf. Jetzt bedeckt ihn mit einem großzügigen Stück Frischhaltefolie und beginnt mit dem Ausrollen.

Nach mehreren Rollbewegungen müsst ihr sicherstellen, dass der Teig nicht auf der Arbeitsfläche festklebt. Hebt ihn dafür hoch und dreht ihn um 90°. Falls nötig, streut noch etwas mehr Mehl aus. Der Teig sollte sich stets auf der Arbeitsfläche hin und herschieben lassen.

Wenn ihr Plätzchen macht, dann zieht die Folie ab, sobald der Teig die gewünschte Stärke hat. Zum Auslegen einer Backform lasse ich die Folie zunächst noch dran, da man den Teig damit gut hochheben und in die Form gleiten lassen kann.

5. Den Teig vor dem Backen noch einmal eine Runde kühlen

Ihr habt es jetzt schon fast geschafft. Gleich können eure Tarte oder eure Plätzchen in den Backofen. Um ein nicht nur geschmacklich bestechendes, sondern auch optisch schönes Gebäck zu erhalten solltet ihr euch aber unbedingt noch die Zeit nehmen, den Teig noch einmal für 30 Minuten bis 1 Stunde zu kühlen, bevor ihr ihn in den Ofen schiebt.

Plätzchen behalten dadurch auch beim Backen ihre Form und verlaufen nicht. Bei Tartes und Pies habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Teig nicht so stark beim Backen schrumpft.

Engelsaugen *deluxe*

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Wir wohnen in Dortmund ungefähr 1 Kilometer vom Weihnachtsmarkt entfernt – und das riecht man. Sobald man einen Fuß auf die Straße setzt, steigen einem der Duft von gebrannten Mandeln und Paradiesäpfeln in die Nase. Die ein oder andere Schwade Glühwein ist sicherlich auch dabei. Selbst wenn ich wollte, könnte ich mich dem weihnachtlichen Treiben nicht entziehen.

Also einfach drauf einlassen und Plätzchen backen. Am besten diese aufgemotzten Klassiker. Meine (gebackenen) Engelsaugen sind nämlich ganz besonders. Im Teig verstecken sich Pistazien, Cranberries und Zitronenschalenabrieb. So gut!

Lasst euch also nicht vom unscheinbaren Anblick der Plätzchen auf die falsche Fährte locken. Die sind nicht langweilig, sondern etwas echt besonderes. Zahlreiche Testesser haben mir das in den vergangenen Tagen bestätigt. Es ist also statistisch bewiesen, dass es sich hier um ein hervorragendes Plätzchenrezept handelt. Ich bin schon gespannt, was ihr dazu sagt…

Engelsaugen

Zutaten (für ca. 60 Stück):

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Schokoplätzchen mit *Schokoladenganache* und *Tonkabohne*

Schokoplätzchen gefüllt mit weißer Schokoladenganache und Tonkabohne

In Dortmund wurde diese Woche der Weihnachtsmarkt eröffnet. Es sieht also ganz danach aus, dass es an der Zeit für Weihnachtsstimmung ist.

Dekorationstechnisch habe ich da noch einiges vor mir. Aber der Advent hat ja auch noch nicht begonnen. Backtechnisch bin ich schon mitten im Advent. Zumindest hinter den Kulissen.

Dem ein oder anderen ist es vielleicht noch zu früh Rezepte für Weihnachtsplätzchen zusammenzusuchen. Kann ich total verstehen. Sobald es mit dem Plätzchenbacken und den Weihnachtsfeiern losgeht, beginnt auch dieser unsägliche Weihnachts-Countdown (man nennt ihn auch Adventszeit) und man stellt fest, dass man noch keine Geschenke hat und das Weihnachtsmenü ebenfalls noch nicht geplant ist.

Um keine Panik auszulösen, führe ich das Thema Weihnachtsplätzchen dieses Jahr ganz behutsam auf dem Blog ein. Diese mit Ganache gefüllten Schokoplätzchen sind nicht unbedingt nur etwas für Weihnachten. Sie sind so fein, so delikat, dass sie einfach etwas für besondere Anlässe sind. Diese Plätzchen backt man für jemanden, der es verdient hat, dass man für ihn/sie einen Tag in der Küche verbringt. Ob sich Weihnachten ankündigt und nicht, ist dann eigentlich egal.

Schokoplätzchen gefüllt mit weißer Schokoladenganache und Tonkabohne

 

Zutaten (für ca. 40 gefüllte Plätzchen):

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Hochzeitstorte (Teil 3) – Zusammenbau und Dekoration

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Bevor ich euch vom Stapeln und Dekorieren der Torte erzähle, möchte ich euch kurz zeigen, was einige von euch mit etwas Glück erwarten kann (hier geht es zur Entstehungsgeschichte der Torte und hier könnt ihr nachlesen, wie ich die Böden gebacken und vorbereitet habe). Der Küchenartikelhersteller TESCOMA hat mir einige Küchenutensilien zur Verlosung zur Verfügung gestellt.

Die Verlosung

Das gibt es zu gewinnen:

Gewinnspiel T

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner (1.12.2014). Ich habe euch einzeln angeschrieben und die Päckchen gehen raus, sobald ihr mir eure Adresse mitgeteilt habt. 

1 x eine kleine Edelstahlschüssel für das Schmelzen und Temperieren von Schokolade über dem Wasserbad. - Frau M aus M

2 x Kunststoffschalen im Dreierset (150 ml, 250 ml, 400 ml), sicherlich sehr praktisch für die Weihnachtsbäckerei. - Katrin König und Schtina

3 x Teigspachtel im Dreierset; ein flexibler Spachtel zum Verstreichen und Mischen von Massen, ein starrer Spachtel zum glatt abziehen und ein gezackter Spachtel zum Ausgarnieren. - mia he, Kristine van Kessel und Hülya 

So kannst du mitmachen:

Gib mir ein Like! bei Facebook (vielleicht hast du das bereits vor einiger Zeit schon getan) und hinterlasse mir einen Kommentar (unter dem Artikel oder bei Facebook) und schon landet dein Name in meiner Lostrommel.

Die Verlosung läuft bis zum 27.11.2014 28.11.2014. So lange habt ihr Zeit einen Kommentar zu hinterlassen. Und mit etwas Glück erreicht dich Anfang Dezember, zeitig zum Start der Weihnachtsbäckerei, ein neuer Küchenhelfer.

Die Küchenhelfer

Auch für das Dekorieren ist es hilfreich, wenn man die richtigen Werkzeuge zur Hand hat. Auf dem Bild ist sicherlich nicht alles zu sehen, was ich genutzt habe, aber es sind die wichtigsten Sachen.

Helfer Hochzeitstorte 2

Ein Drehteller ist sehr, sehr praktisch. Nicht nur für das Dekorieren, sondern auch für die Herstellung der einzelnen Torten. Ich habe mir diesen hier extra für die Herstellung meiner Hochzeitstorte bei Ikea gekauft. Er ist wirklich günstig und tut seinen Zweck. Es gibt aber sicherlich noch viel tollere Exemplare – aber man muss ja auch noch Wünsche haben…

Werkzeug zum Ausrollen des Fondant ist natürlich unabkömmlich. Ich habe mein Fondant übrigens im Internet bestellt. Insgesamt hatte ich ca. 3,5 kg im Haus. Es wäre ja ein Drama gewesen, wenn mir während der Herstellung der Torte auffällt, dass ich nicht ausreichend Fondant da habe. Für das Ausrollen des weißen Fondant habe ich mein gutes, altes Rollholz verwendet. Für den farbigen Fondant, aus dem die filigranen Dekorationen erstellt wurden, habe ich einen kleinen Akrylstab verwendet. Damit konnte ich mit deutlich mehr Gefühl und dadurch gleichmäßiger ausrollen. Damit nichts klebt, habe ich die Arbeitsfläche und mein Werkzeug dünn mit Stärke bedeckt.

Glättwerkzeuge sind auch sehr praktisch. Ich würde glatt sagen, ohne geht es nicht. Der Fondant ist manchmal wirklich zickig und reagiert auf jede Berührung mit einer Delle. Die Kreisausstecher brauchte ich für die Dekoration und den essbaren Glitter für den Wow-Effekt.

Den Spritzbeutel benötigte ich für das zusammenkleben der Torte. Außerdem kann man, wenn man die einzelnen Torten übereinander setzt,  hier und da einen Spalt erkennen. Dafür habe ich Royal Icing genutzt. Das kann man ganz einfach selbst herstellen. Für die Torte habe ich allerdings Royal Icing-Pulver besorgt, da ich kein rohes Eiweiß verarbeiten wollte. In der Packung ist das halt getrocknet enthalten. Das Royal Icing eignet sich hervorragend, um die Torten übereinander zu fixieren (man brauch nur ganz wenig). Anschließend habe ich es auch dafür genutzt, die Lücken zwischen den Torten sauber damit zuzuspritzen. Dafür ist ein Spritzbeutel hervorragen geeignet. Ich hatte das auf dem Foto abgebildete Exemplar von TESCOMA zugesendet bekommen. Es ist ein ganz klassischer Spritzbeutel aus beschichtetem Stoff. Der Beutel und auch die der Aufsatz der Tüllen sind schön stabil. Das ist bei dem sehr steifen Royal Icing sehr wichtig, sonst platzt der Beutel irgendwo auf, sobald man Druck aufbaut.

Mit Fondant überziehen

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Vom eigentlichen Vorgang, wie ich die Torten mit Fondant überzogen habe, habe ich leider keine Bilder. Das ist der Tatsache geschuldet, dass man beim Ausrollen und Überziehen sehr zügig arbeiten muss. Wenn der Fondant trocken wird, dann bildet sich eine hässliche Haut und er ist dann generell nicht mehr gut zu handeln.

Ich habe ca. 36 Stunden recherche bei youtube betrieben, bevor ich meine Torten das erste Mal mit Fondant eingeschlagen habe. Es müssen keine 36 Stunden sein, aber schaut euch ein oder zwei Videos an, wie Profis den Fondant auf die Torte bringen. Das hilft ungemein. Es ist außerdem praktisch, wenn man einen menschlichen Küchenhelfer dabei hat, der einem die dritte Hand reichen kann, falls die mal fehlt.

Auf dem Foto seht ihr das unterste Cake Board, auf dem ich die Torte auch präsentiert habe. Dieses habe ich ebenfalls mit einer Schicht Fondant bekleidet. Dadurch erhält man ein wirklich schönes und ordentliches Finish. Das große Cake Board hat auch sehr beim Transport geholfen. Würde ich jedes mal wieder besorgen.

Der Zusammenbau

Wenn alle drei Torten mit Fondant überzogen sind, sollten diese erst einmal wieder für einige Zeit in den Kühlschrank, damit sie wieder schön fest werden. Anschließend ist es Zeit für Strohhalme!

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Zum Stapeln einer mehrstöckigen Torte braucht ihr Dübel, die das Gewicht der Torten tragen. Die Dübel können aus Holz oder aus Plastik sein. Ich habe einfach Strohhalme verwendet. Für meine Torte haben die ausreichend Stabilität gegeben. Wenn ihr eine sehr schwere Torte habt oder sie einfach super stabil haben wollt, dann könnt ihr stabilere Stäbe aus dem Baumarkt oder so verwenden.

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Die Strohhalme schneidet ihr auf eine Höhe, dass sie genau durch die Torte hindurch passen. Sie sollten genau mit dem Fondant abschließen oder minimal darüber schauen. Setzt die Strohhalme so, dass sie auf jeden Fall durch die nächste Torte verdeckt werden.

Dann streicht man etwas Royal Icing in die Mitte und setzt die nächste Torte samt ihrem Cake Board mittig auf die erste. Den Vorgang wiederholt man entsprechend der Anzahl der Torten. Und zack habt ihr eine ganz weiße, dreistöckige Hochzeitstorte.

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Die Dekoration

Ich hatte mich für eine simplistische Dekoration entschieden: kleine Kreise in blau und lila, die von unten nach oben heller werden. Für den Wow-Faktor habe ich noch ordentlich essbaren Glitzer aufgestäubt – fertig!

Um mit dem farbigen Fondant drei Farbnuancen herzustellen habe ich einfach weißen Fondant untergearbeitet. Das benötigt Muskeln. Glücklicherweise hat mein Liebster den Fondant für mich geknetet. Sobald ihr pro Frabe drei Nuancen habt, die euch gefallen, beginnt das Ausrollen und Ausstechen.

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Fertige Kreise habe ich während der Herstellung weiterer Kreise unter Plastik gelagert, damit die Luft sie nicht austrocknen konnte. Für die unterste Torte habe ich die dunkelsten Farbtöne verwendet. Abwechselnd habe ich mit etwas Royal Icing die blauen und lilanen Kreise diagonal aufgeklebt. Wir hatten uns eine kleine Schablone gebastelt, damit der Winkel und der Abstand zwischen den Kreisen immer gleich war. Bei den Torten zwei und drei sind wir mit den helleren Farbnuancen genauso vorgegangen.

Jetzt mussten wir nur noch sicherstellen, dass dieses Monster von einer Torte auch in den Kühlschrank passt. Das haben wir glücklicherweise auch hinbekommen.

Und das war es mit meiner kleinen Hochzeitstortenreise!

Gibt es noch mehr verrückte Bräute wie mich? Ich würde mich über Bilder sehr freuen!

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