Hausgemachte Rosinenbrötchen
Wenn ich Rosinenbrötchen rieche, dann wird mir warm ums Herz und mir kommen Kindheitserinnerungen hoch. Ist schon merkwürdig, dass Essen solche weit zurückliegenden Erinnerungen heraufbeschwören kann. Aber irgendwie auch toll. Diese Rosinenbrötchen sind also meine kleinen, essbaren Zeitmaschinen.
Rosinenbrötchen als Zeitmaschine
Als ich ein Kind war hat mir meine Mama bei fast jedem Bäckerbesuch ein Rosinenbrötchen spendiert. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich einige Zeit überhaupt keine Rosinen mochte. Dafür das luftige Hefebrötchen drumherum umso mehr. Also saß ich dann da und habe die Rosinen herausgepickt. Im Nachhinein denke ich nur: was für eine Verschwendung dieser leckeren Rosinen. Nun da ich selbst ein Kleinkind zuhause rumspringen habe weiß ich, dass Kinder halt mal an einem Tag Rosinen lieben und am anderen Tag so tun, als würde man sie damit vergiften wollen.
Jedenfalls ist mein Blog mein persönliches Aushängeschild und darauf steht: ich liebe Hefegebäck (ihr müsst nur mal schauen wie viele Rezepte ich mit dem Schlagwort Hefegebäck verlinkt habe). Also sind Rosinenbrötchen bei mir immer noch hoch im Kurs. Inzwischen picke ich aber nicht mehr die Rosinen raus.
Perfekte Rosinenbrötchen aus dem heimischen Backofen
Mit diesem Rezept kannst du wunderbar luftige Rosinenbrötchen bequem in der heimischen Küche zubereiten. Besonders praktisch ist es, dass die Brötchen dicht an dicht in einer Backform gebacken werden. Dadurch kann man es sich sparen jedes einzelne Brötchen zu einer perfekten Kugel wirken zu müssen. Zeitersparnis ist doch immer ein Plus!
Der Hefeteig für dieses Rezept ist von der etwas feuchten Natur. Mit bemehlter Arbeitsfläche und bemehlten Händen lässt er sich aber gut verarbeiten. Das Hantieren mit einem etwas klebrigen Teig lohnt sich aber, da die süßen Brötchen dadurch extra luftig und saftig werden. Solltest du allerdings noch nie mit Hefeteig gearbeitet haben, dann würde ich dir empfehlen, erst einmal mit diesem Hefezopf zu beginnen und dich langsam zu den Rosinenbrötchen vorzuarbeiten.
- 100 g Rosinen
- 45 g Butter
- 250 ml Milch
- 450 g Mehl
- 55 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 7 g Trockenbackhefe
- 1 Ei
- 1 Ei
- Die Rosinen in eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken und ca. eine Stunde einweichen, bis die Rosinen deutlich größer geworden sind. Anschließend durch ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.
- Eine Backform oder ein tiefes Backblech dünn einfetten. Meine Form hat die Maße 22 x 22 cm.
- Butter und Milch in einen kleinen Topf geben und erwärmen bis sich die Butter vollständig geschmolzen ist. Lasse die Fett-Milch-Mischung handwarm (35 – 40 °C) abkühlen, bevor du sie weiter verarbeitest.
- Mehl, Zucker, Salz und Trockenbackhefe in eine Schüssel geben und kurz durchmischen. Das Ei und die Fett-Milch-Mischung hinzufügen und alles in ca. 10 Minuten zu einem Teig kneten. Falls der Teig sich noch nicht vom Schüsselrand löst, noch ein wenig Mehl hinzufügen. Es ist ein etwas klebriger Hefeteig. Ich achte darauf, dass ich beim Verarbeiten die Arbeitsfläche und Hände gut bemehlt habe. Durch seine Klebrigkeit werden die Rosinenbrötchen aber wunderbar flauschig. Zum Schluss die abgetropften Rosinen hinzufügen und kurz unterkneten.
- Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und 30 Minuten gehen lassen. Anschließend den Teig erst mit den Händen flach drücken, erneut kneten und weitere 30 Minuten gehen lassen.
- Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der bemehlten Arbeitsfläche in 12 gleich große Stücke zerteilen. Die Teigstücke zu Kugeln formen (das kann schnell gehen und muss überhaupt nicht perfekt sein) und in die vorbereitete Form setzten. Die Kugeln sollten dicht nebeneinander sitzen, sich aber nicht berühren, da der Teig beim Backen noch stark aufgeht.
- Das Ei mit einer Gabel verquirlen und die Teigkugeln dünn damit bestreichen. Nun den Backofen auf 180°C (Ober- u. Unterhitze) vorheizen und die Teigkugeln in dieser Zeit erneut gehen lassen.
- Sobald der Backofen vorgeheizt ist die Rosinenbrötchen noch einmal dünn mit dem verquirlten Ei bestreichen und dann für ca. 30 Minuten backen bis die Brötchen eine tiefe goldbraune Farbe haben und der Teig an einigen Stellen aufzureißen beginnt.
Tabea
29. August 2016 @ 18:48
Also ich liebe ja Rosinen, aber meine Schwester mochte sie z.B. noch nie so recht. Als wir noch klein waren, ja es daher oft Einback vom Bäcker – der ist aus dem gleichen Teig wie das Rosinenbrötchen, aber eben ohne Rosinen. Ich dachte immer, er wäre überall in Deutschland bekannt, aber dann wusste meine Familie aus Norddeutschland gar nicht, von was ich da rede, als ich mal davon schwärmte 😉
Dein Rezept klingt allerdings toll… jedoch ist mein Backtalent eingeschränkt, wenn es um Dinge geht, die aus feuchtem Teig gemacht werden. Ich bin mehr so der Plätzchen-Ausstecher 😉
Liebe Grüße
Haike
14. Oktober 2016 @ 15:43
Sehr lecker, allerdings würde ich das nächste Mal eine größere Form bevorzugen.
Die Brötchen sind doch arg ineinander gebacken.
Für mich war die Zuckermenge perfekt, für meine Männer etwas zu wenig, ich hab ihnen dann halt Marmelade darauf gestrichen.
Der Teig war leicht zu verarbeiten und nächstes Mal versuche ich vielleicht eine Kaltführung über Nacht, dann sind die Brötchen zum Frühstück fertig gebacken.
Vielen Dank für das schöne Rezept.
Mercedes
24. Oktober 2016 @ 20:41
Hallo Haike,
super, dass dir und deiner Familie (zumindest mit Marmelade) die Rosinenbrötchen geschmeckt haben.
Kaltführung ist eine super Idee. Ich mache das gerne, damit am Sonntagmorgen frisch gebackene Brötchen auf den Tisch kommen, ohne dass ich früher aufstehen muss.
Liebe Grüße
Mercedes