Heute müssen wir uns mal über Schokokuchen mit flüssigem Kern unterhalten. Es ist nämlich so, dass mir endlich mal einer so richtig und umfassend gelungen ist (siehe oberes Beweisfoto).
Ich habe in den letzen Jahren schon so manches Rezept ausprobiert. Mal die ungebackenen Küchlein in der Form eingefroren oder auch mal eine Praline in die Mitte gemogelt. Nach dem Resultat fragt ihr? Es kamen immer leckere Küchlein dabei heraus, nur dass sie einem Verkehrsunfall in der Kuchenwelt ähnelten. Die Küchlein stürzten ein oder sie waren so wabbelig, dass sie nicht aus ihrer Form kommen wollten. Aber das Auge ist nun halt mal mit …
Bei diesem Rezept hat es mit dem flüssigen Kern auf Anhieb geklappt. Die magische Rezeptur stammt aus meinem Lieblingsbilderbuch: Schokolade, Die Kochschule. Daraus habe ich zum Beispiel diese göttlichen Mandarinentörtchen gebacken (müsst ihr unbedingt ausprobieren sobald es wieder Mandarinenzeit ist).
Warum dieses Rezept so gut funktioniert? Ich kann es euch ganz ehrlich nicht erklären. Vielleicht weil der Teig am Abend vor dem Backtag zubereitet wird und die Nacht im Kühlschrank verbringt? Ist er dadurch tiefenentspannt und bleibt gern mal flüssig? Lasst uns einfach festhalten, dass es sich hier um Kuchenzauber handelt.
Zutaten (für 4 – 5 Küchlein):
- für die Küchlein
80 g dunkle Schokolade (70%)
80 g Butter
3 Eier
70 g feinster Zucker
45 g Mehl
- für das Bananenkompott
2 Passionsfrüchte
340 g Bananen (gelb, aber nicht überreif)
20 g brauner Zucker
60 ml Orangensaft
Zubereitung:
- am Vortag
Die Schokolade hacken und über einem Wasserbad (oder in der Mikrowelle) zum Schmelzen bringen. Die Butter in kleine Würfel schneiden. Zur Schokolade hinzufügen und darin auflösen. Die Schokoladen-Butter-Mischung muss ganz glatt sein.
Die Eier in eine Schüssel schlagen und mit dem Zucker verquirlen. Nun das Mehl über die Masse sieben und unterrühren. Die Schokoladenmasse hinzufügen und alles glatt rühren. Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und den Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
- am Serviertag
Den Teig frühzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit er Raumtemperatur annimmt. Ist er kurz vor dem Verarbeiten noch nicht geschmeidig, einfach in ein lauwarmes Wasserbad stellen (es darf kein Wasser in den Teig kommen).
Für das Bananenkompott die Passionsfrüchte halbieren, das Fruchtfleich herauskratzen und durch ein Sieb streichen. Den Saft der Passionsfrüchte, Orangensaft und braunen Zucker vermengen und in eine Auflaufform gießen. Die Bananen schälen und in ca. 1-1,5 cm dicke Scheiben schneiden. In die Auflaufform geben und vorsichtig umrühren, damit die Bananenscheiben von allen Seiten mit der Flüssigkeit benetzt sind. Die Bananen gleichmäßig in der Form verteilen und bei 200 °C (Umluft, vorgeheizt) für 7 Minuten backen.
In der Zwischenzeit 5 Muffinformen ausfetten und 5 dünne streifen Backpapier zuschneiden. In jede Vertiefung einen Streifen einlegen (damit lässt sich das Küchlein nach dem Backen einfach aus der Form heben). Jede Vertiefung randvoll mit Teig füllen (der Teig geht kaum auf, deshalb kann man so viel in eine Mulde einfüllen). Der Teig reicht für 4 – 5 Vertiefungen.
Das Bananenkompott nach dem Ende der Backzeit herausholen und abkühlen lassen. Die Backtemperatur auf 190°C reduzieren und die Schokoküchlein für 9 Minuten backen (die Oberfläche der Küchen sollte nicht mehr flüssig sein, nur noch weich). Die Küchlein anschließen aus dem Ofen holen und für 1 Minute in der Form stehen lassen. Dann mit einem Messer die Küchlein vom Rand der Form lockern und mit Hilfe des Backpapierstreifen aus der Form lösen.
Die Küchlein sofort mit dem Bananenkompott auf Dessertellern anrichten und servieren. Die Küchlein haben warm bis lauwarm die beste Konsistenz und Geschmack. Weder die Küchlein noch das Kompott lässt sich gut aufbewahren, da dann der flüssige Kern hart wird und die Bananen anlaufen. Also: auf jeden Fall frisch genießen.
Das Rezept stammt aus Schokolade, Die Kochschule von Frederic Bau.



Das sieht ja gut aus. hatte bisher auch nur wenig erfolg mit dem flüssigen kern, werds in den nächsten Tagen ausprobieren…
Danke fürs Rezept.
Danke für das Rezept – muss ich echt mal ausprobieren.
Kleine Frage zum Rezept…du schreibst am Serviertag im 1. Absatz “Den Teig frühzeitig aus dem Backofen nehmen” – meinst du den KÜHLSCHRANK???
Liebe Marion,
es freut mich sehr, dass dir das Rezept gefällt.
Du hast natürlich Recht, ich meinte den Kühlschrank. Da war ich wohl in Gedanken…
Habe es schnell korrigiert. Danke fürs aufmerksame lesen und gutes Gelingen.
Liebe Grüße
Mercedes
Ah, Mohr im Hemd (in Österreich). Herrlich! Hab mich noch nicht selber rangetraut, nur gestern gesehen, dass Dr. Oetker das auch schon anbietet…muss aber schon selber gemacht sein ; )
Wie lecker das aussieht. Einen flüssigen Schokokern stelle ich mir ganz toll vor.
Sehr fein! Den hätte ich jetzt gerne zum Nachtisch heute Abend!
Wenn Du magst, schau doch einmal bei meinem Blog vorbei
die küchlein sind auf anhieb wunderbar gelungen! herzlichen dank für dieses einfache aber raffinierte rezept! grüsse aus der schweiz, m
Es freut mich total, dass ich auch andere mit dem flüssigen Kern begeistern kann!
Liebe Grüße
Mercedes
Dein Schokokuchen sieht sehr lecker aus und der flüssige Kern ist dir ja super gelungen
Bei uns gabs auch in letzter Zeit immer mal Schokokuchen mit flüssigen Kern. Unsere Erfahrung war, dass es etwas leichter ist wenn der Teig vor dem Backen im Kühlschrank war. Vielleicht liegts daran, dass der Kuchen dann länger backen muss und das Zeitfenster damit größer wird, in der der Kuchen Außen gebacken und Innen noch flüssig.
Ansosnten muss man wohl einfach auch das Rezept mehrmals probieren um das richtige Timing im eigenen Ofen herauszubekommen, zumindest hat uns das geholfen
Liebe Grüße,
Sanni und Benni
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